Konkursausfallgeld – Anspruch, Voraussetzungen, Berechnung, Antrag & Haftungsfallen Kurzdefinition Konkursausfallgeld ist eine staatliche Lohnersatzleistung, die Arbeitnehmer schützt, wenn ihr Arbeitgeber insolvent wird und Arbeitsentgelt für die letzten drei Monate des Arbeitsverhältnisses vor der Insolvenz nicht mehr zahlen kann. Rechtsgrundlage sind §§ 165–171 SGB III. Inhaltsverzeichnis Begriff und rechtliche Einordnung Historische Entwicklung: Vom Konkursausfallgeld zum Insolvenzgeld…
Konkursbilanz – Bedeutung, Aufbau, Pflichten, Haftungsrisiken und Praxisleitfaden Inhaltsverzeichnis Begriff und Einordnung der Konkursbilanz Historische Entwicklung: Konkursordnung vs. Insolvenzordnung Abgrenzung: Konkursbilanz, Insolvenzeröffnungsbilanz, Schlussbilanz Zweck und Funktion der Konkursbilanz Rechtsgrundlagen der Konkursbilanz Wer ist zur Erstellung verpflichtet? Zeitpunkt der Erstellung Formelle Anforderungen Inhaltliche Mindestbestandteile Bewertungsgrundsätze in der Konkursbilanz Besonderheiten bei Vermögensgegenständen Behandlung von Verbindlichkeiten Rückstellungen in…
Konkursquote Definition und Einordnung Die Konkursquote (heute meist Insolvenzquote genannt) bezeichnet den prozentualen Anteil, den Gläubiger im Rahmen eines Konkurs- bzw. Insolvenzverfahrens auf ihre angemeldeten Forderungen tatsächlich erhalten. Sie gibt an, wie viel Cent pro Euro Forderung am Ende eines Verfahrens ausgezahlt werden. Beispiel: Erhält ein Gläubiger auf eine Forderung von 100.000 € eine Auszahlung…
Schuldnerbegünstigung Begriff und rechtliche Einordnung Die Schuldnerbegünstigung ist ein strafbares Insolvenzdelikt. Sie liegt vor, wenn ein Schuldner nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung einzelne Gläubiger gezielt bevorzugt, obwohl er weiß oder zumindest billigend in Kauf nimmt, dass andere Gläubiger dadurch benachteiligt werden. Rechtlich handelt es sich um ein Sonderdelikt des Insolvenzstrafrechts, das im Strafgesetzbuch (StGB)…
Gläubigeranfechtung Definition, Voraussetzungen, Arten, Rechtsfolgen & Haftungsfallen für Schuldner und Geschäftsführer Inhaltsverzeichnis Einführung: Bedeutung der Gläubigeranfechtung Begriff und rechtliche Einordnung Abgrenzung: Gläubigeranfechtung vs. Insolvenzanfechtung Zweck und Schutzfunktion der Gläubigeranfechtung Historische Entwicklung Rechtsgrundlagen der Gläubigeranfechtung Wer ist anfechtungsberechtigt? Gegen wen richtet sich die Gläubigeranfechtung? Welche Rechtshandlungen sind anfechtbar? Zeitliche Anknüpfungspunkte Die einzelnen Arten der Gläubigeranfechtung Vorsatzanfechtung…
Masseverzeichnis (Insolvenzrecht) Definition des Masseverzeichnisses Das Masseverzeichnis ist ein zentrales Verfahrensdokument im Insolvenzrecht. Es enthält eine vollständige, systematische Aufstellung aller zur Insolvenzmasse gehörenden Vermögensgegenstände des Schuldners. Es wird nach Verfahrenseröffnung durch den Insolvenzverwalter erstellt und dient als Grundlage für die Verwaltung, Verwertung und Verteilung der Insolvenzmasse. Kurz gesagt: Das Masseverzeichnis beantwortet die Frage „Was gehört…
Schuldnerbereinigungsplan Außergerichtliche Schuldenbereinigung vor der Verbraucherinsolvenz Inhaltsverzeichnis Begriff und Ziel des Schuldnerbereinigungsplans Gesetzliche Einordnung und Rechtsgrundlagen Abgrenzung: Schuldnerbereinigungsplan vs. Insolvenzplan Für wen ist ein Schuldnerbereinigungsplan geeignet? Wer darf einen Schuldnerbereinigungsplan erstellen? Aufbau und Inhalte eines professionellen Schuldnerbereinigungsplans Arten von Schuldnerbereinigungsplänen Die wirtschaftliche Ausgangsanalyse des Schuldners Gläubigerstruktur und Forderungsarten Die Rolle der Gläubiger – Zustimmung, Ablehnung,…
Gläubigerbenachteiligung Begriff und rechtliche Einordnung Die Gläubigerbenachteiligung ist ein zentraler Rechtsbegriff des deutschen Insolvenzrechts und bezeichnet jede Handlung oder Unterlassung des Schuldners (oder eines Dritten), durch die die Befriedigungsmöglichkeiten der Insolvenzgläubiger objektiv verschlechtert werden. Der Begriff bildet das tragende Fundament der Insolvenzanfechtung nach den §§ 129 ff. Insolvenzordnung (InsO) und ist zugleich maßgeblich für strafrechtliche,…
Vergleichsverfahren Definition und historische Einordnung Das Vergleichsverfahren war ein früheres gerichtliches Sanierungsverfahren zur Abwendung eines Konkurses. Es richtete sich an unverschuldet in wirtschaftliche Not geratene, als „würdig“ geltende Schuldner, bei denen noch eine realistische Aussicht auf Unternehmensfortführung bestand. Ziel war es, durch einen gerichtlich bestätigten Vergleich mit den Gläubigern eine Insolvenz zu vermeiden. Das Vergleichsverfahren…
Bestätigung (Recht) Begriff, Systematik und Bedeutung im Zivil- und Insolvenzrecht Die Bestätigung ist ein vielschichtiger Rechtsbegriff, der in unterschiedlichen Rechtsgebieten jeweils eigene Funktionen, Voraussetzungen und Rechtsfolgen entfaltet. Gemeinsam ist allen Erscheinungsformen, dass durch eine nachträgliche Erklärung oder Handlung eine bereits abgegebene oder fehlerhafte Erklärung anerkannt, aufrechterhalten oder wirksam gemacht wird. Im deutschen Recht begegnet die…