Krisentheorie Inhaltsverzeichnis Konjunkturtheorie Marxismus Keynesianismus Neuklassische Theorien Einleitung: Was ist Krisentheorie? Die Krisentheorie umfasst alle ökonomischen, sozialwissenschaftlichen und wirtschaftspolitischen Ansätze, die sich mit der Entstehung, Dynamik, Wiederkehr und Überwindung wirtschaftlicher Krisen befassen. Im Zentrum steht die Frage: Sind Wirtschaftskrisen systemimmanent – also notwendiger Bestandteil marktwirtschaftlicher Systeme – oder entstehen sie durch externe Störungen und Fehlentscheidungen?…
Bankenaufsicht (BA) Inhaltsverzeichnis Begriff und systematische Einordnung Volkswirtschaftliche Bedeutung der Bankenaufsicht Rechtliche Grundlagen in Deutschland Europäischer Rechtsrahmen und Bankenunion Historische Entwicklung der Bankenaufsicht Der Baseler Ausschuss und internationale Standards Institutionelle Struktur der Bankenaufsicht in Deutschland Erlaubniserteilung nach dem KWG Laufende Bankenaufsicht (Prudenzielle Aufsicht) Eigenmittelanforderungen und Kapitalregulierung Liquiditätsregulierung Risikomanagement und MaRisk Meldewesen und Berichtspflichten Vor-Ort-Prüfungen und…
Risikoaggregation Definition: Was ist Risikoaggregation? Risikoaggregation bezeichnet die methodisch fundierte Bestimmung des Gesamtrisikoumfangs eines Unternehmens ausgehend von identifizierten und quantifizierten Einzelrisiken unter Berücksichtigung von Abhängigkeiten, Korrelationen und Kombinationseffekten. Sie ist ein zentraler Bestandteil eines wirksamen Risikomanagementsystems und bildet die Grundlage für die Beurteilung, ob bestandsgefährdende Entwicklungen im Sinne von § 91 Abs. 2 AktG vorliegen….
Wechselprotest (Art. 44, 45, 46, 79 ff., 81, 87 WG) Definition: Was ist ein Wechselprotest? Der Wechselprotest ist die amtliche Beurkundung durch einen Notar oder Gerichtsvollzieher, dass ein ordnungsgemäß vorgelegter Wechsel vom Bezogenen nicht angenommen oder nicht bezahlt wurde. Rechtsgrundlagen sind insbesondere Art. 44, 79 ff., 81 und 87 Wechselgesetz (WG). Der Protest ist regelmäßig…
Gläubigerschutz – Definition, Rechtsgrundlagen, Instrumente und Praxisleitfaden für Unternehmer & Gläubiger Definition: Was ist „Gläubigerschutz“? Gläubigerschutz umfasst alle Rechtsvorschriften und Maßnahmen zum Schutz der tatsächlichen und potenziellen Gläubiger einer Unternehmung. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Forderungen gegen Unternehmen realisierbar bleiben, Haftungsrisiken transparent sind und Vermögensverschiebungen zulasten der Gläubiger verhindert werden. Gläubigerschutz ist ein tragendes Prinzip…
Rückgriff (Regress) Definition: Was ist „Rückgriff“? Der Rückgriff (auch: Regress) bezeichnet die Inanspruchnahme eines Dritten wegen bestimmter Forderungen, nachdem der Rückgriffnehmende selbst bereits geleistet oder gehaftet hat. Der Rückgriff dient dazu, ein Haftungsrisiko wirtschaftlich weiterzureichen – typischerweise an denjenigen, der den Schaden oder die Verpflichtung im Innenverhältnis zu tragen hat. Der Begriff spielt eine zentrale…
Zertifikat – Umfassender Leitfaden zu Definition, Arten, Funktionsweise, Risiken, Recht, Besteuerung und Umweltzertifikaten Definition: Was ist ein Zertifikat? Ein Zertifikat ist im finanzwirtschaftlichen Sinne in der Regel eine Inhaberschuldverschreibung, die von einem Emittenten – meist einer Bank – ausgegeben wird. Der Anleger stellt dem Emittenten Kapital zur Verfügung und erhält im Gegenzug das Recht auf…
Abwickler (Liquidator) Definition: Was ist ein „Abwickler“? Ein Abwickler ist die Person oder Personengruppe, die nach der Auflösung einer Gesellschaft mit der ordnungsgemäßen Abwicklung (Liquidation) beauftragt wird. Ziel der Abwicklung ist es, die laufenden Geschäfte zu beenden, Forderungen einzuziehen, Gläubiger zu befriedigen, das verbleibende Vermögen zu verteilen und schließlich die Gesellschaft vollständig zu beenden. Bei…
Wiederaufnahme des Verfahrens Definition: Was ist die „Wiederaufnahme des Verfahrens“? Die Wiederaufnahme des Verfahrens ist die erneute Prüfung eines bereits rechtskräftig abgeschlossenen Gerichtsverfahrens. Sie durchbricht die Rechtskraft einer Entscheidung und ermöglicht unter engen gesetzlichen Voraussetzungen eine neue Sachentscheidung. Im deutschen Recht ist die Wiederaufnahme in mehreren Verfahrensordnungen geregelt: im Zivilprozess nach den §§ 579, 580…
Kapitalforderung (Geldforderung) Definition: Was ist eine Kapitalforderung? Eine Kapitalforderung ist eine Forderung, die auf die Zahlung eines Geldbetrags gerichtet ist. Der Gläubiger kann vom Schuldner die Leistung in Geld verlangen – sei es als Rückzahlung eines Darlehens, als Kaufpreisforderung oder als Guthaben bei einer Bank. Typische Beispiele für Kapitalforderungen sind: Darlehensforderung Hypothekenforderung Sparguthaben Bankguthaben Geldforderung…