Eintragungsfähigkeit (Handelsregister & Grundbuch) Begriff, Systematik und praktische Bedeutung Eintragungsfähigkeit ist die rechtliche Voraussetzung dafür, dass ein bestimmter Umstand, ein Recht oder eine Tatsache überhaupt in ein öffentliches Register – insbesondere das Handelsregister oder das Grundbuch – aufgenommen werden darf. Sie ist von zentraler Bedeutung für die Rechtssicherheit, den Vertrauensschutz im Rechtsverkehr und die Publizitätswirkung…
Kreditschutz (Deutschland) – Definition, Organisationen, Auskunfteien, Inkasso & Insolvenzbezug Kreditschutz bezeichnet im deutschen Wirtschafts- und Rechtsverkehr alle organisatorischen, vertraglichen und institutionellen Maßnahmen zur Sicherung von Forderungen gegen Zahlungsausfälle, Kreditbetrug und Bonitätsrisiken. Der Begriff wird in zwei zentralen Bedeutungen verwendet: Kreditschutzorganisationen (insbesondere für den kreditgebenden Einzelhandel): Gemeinnützig oder genossenschaftlich organisierte Vertrauensstellen, die ihren Mitgliedern schnell Auskünfte…
Kreditrisiko aus Lieferungen und Leistungen Definition, Ursachen, Bewertung und professionelle Risikosteuerung im Unternehmenskontext 1. Begriff und rechtliche Einordnung Kreditrisiko aus Lieferungen und Leistungen bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, dass Forderungen aus Warenlieferungen oder erbrachten Dienstleistungen ganz oder teilweise nicht beglichen werden. Es handelt sich um ein zentrales Risiko im Bereich des Umlaufvermögens und betrifft nahezu…
Unterstützungskasse (bAV) – Definition, Finanzierung, Steuerrecht, Aufsicht & Insolvenzsicherung 1. Begriff und rechtliche Einordnung Die Unterstützungskasse ist eine besondere Versorgungseinrichtung, die aus Gründen der Solidarität Unterstützungsleistungen erbringt – ohne einen unmittelbaren Rechtsanspruch der Begünstigten zu begründen. Historisch entstanden solche Einrichtungen häufig im Umfeld von Berufsverbänden, Innungen oder größeren Unternehmen, die für ihre Mitglieder bzw. Mitarbeiter…
Eigenkapitalersetzende Gesellschafterleistungen Definition, Rechtsentwicklung, Insolvenzfolgen und strategische Bedeutung für GmbH-Gesellschafter Eigenkapitalersetzende Gesellschafterleistungen sind Leistungen, die ein Gesellschafter seiner Gesellschaft – typischerweise einer GmbH – in Form eines Darlehens oder einer wirtschaftlich entsprechenden Maßnahme (z. B. Bürgschaft, Patronatserklärung oder Sicherheitenbestellung) zur Verfügung stellt, obwohl die Gesellschaft sich in einer wirtschaftlichen Krise befindet und unter marktüblichen Bedingungen…
Modifizierte Ausfallbürgschaft Die modifizierte Ausfallbürgschaft ist eine besondere Ausgestaltung der Bürgschaft im deutschen Zivil- und Kreditsicherungsrecht. Sie stellt eine vertraglich veränderte Form der klassischen Ausfallbürgschaft dar und weicht insbesondere im Hinblick auf den Zeitpunkt des Eintritts des „Ausfalls“ vom traditionellen Leitbild ab. Während bei der herkömmlichen Ausfallbürgschaft der Bürge erst haftet, wenn der Gläubiger sämtliche…
Wanderlager (Gewerberecht) Begriff, Bedeutung und rechtlicher Rahmen Ein Wanderlager ist eine vorübergehend errichtete, feste, offene Verkaufsstätte – etwa in Form eines Ladens, Magazins, Verkaufsraums oder einer sonstigen baulich eingerichteten Verkaufsfläche –, in der Waren für eine begrenzte Zeit angeboten und veräußert werden. Typischerweise handelt es sich um größere Warenposten, die aus Insolvenzen, Zwangsversteigerungen, Geschäftsauflösungen oder…
Finanzplankredit – Einlagegleiche Gesellschafterfinanzierung mit insolvenzrechtlichen Besonderheiten Der Finanzplankredit ist eine besondere Form des Gesellschafterdarlehens, die gesellschaftsvertraglich vorgesehen und im Rahmen der Finanzplanung eines Unternehmens fest eingeplant ist. Anders als ein gewöhnliches Gesellschafterdarlehen wird der Finanzplankredit wie eine Einlage behandelt und dem haftenden Kapital zugerechnet. Gerade im Insolvenzrecht entfaltet diese Finanzierungsform erhebliche rechtliche Konsequenzen: Der…
Sanierungsübersicht Inhaltsverzeichnis Begriff und Funktion Rechtliche und betriebswirtschaftliche Einordnung Bewertungsansätze in der Sanierungsübersicht Dreifache Bewertung der Aktiva Bewertung der Passiva Fortführungswert versus Liquidationswert Einzelveräußerungswert und Zerschlagungsszenario Sanierungsübersicht im Insolvenzkontext Bedeutung für Geschäftsführung und Gläubiger Zusammenhang mit Überschuldungsprüfung und Fortführungsprognose Methodische Anforderungen und Bewertungsgrundsätze Typische Fehlerquellen Praxisbeispiel einer Sanierungsübersicht Bedeutung für Banken, Investoren und Insolvenzverwalter Strategische…
Nötigung Inhaltsverzeichnis Strafrecht 1.1 Begriff und gesetzliche Grundlage 1.2 Tatbestandsmerkmale 1.3 Gewaltbegriff 1.4 Drohung mit empfindlichem Übel 1.5 Nötigungserfolg 1.6 Rechtswidrigkeit und Verwerflichkeitsklausel 1.7 Schuld 1.8 Besonders schwerer Fall 1.9 Versuch 1.10 Konkurrenzen 1.11 Abgrenzung zu anderen Straftatbeständen 1.12 Rechtsprechung und Praxisfälle 1.13 Strafmaß Wettbewerbsrecht 2.1 Nötigung als unlauterer Kundenfang 2.2 Abgrenzung zu aggressiven Geschäftspraktiken…