Insolvenzantragspflicht (Deutschland) – Pflichten, Fristen, Haftung, Strafbarkeit & Praxisleitfaden für Geschäftsführer Die Insolvenzantragspflicht ist eine der schärfsten gesetzlichen Geschäftsführerpflichten im deutschen Wirtschaftsrecht. Wer eine Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH, UG, AG) oder haftungsbeschränkte Gesellschaftsform führt, muss bei Eintritt bestimmter Krisenlagen unverzüglich einen Insolvenzantrag stellen – und zwar innerhalb enger Fristen. Versäumnisse sind teuer: persönliche Haftung, Strafbarkeit,…
Insolvenzverfahren Aufhebung: Wann und wie endet das Insolvenzverfahren – Ablauf, Voraussetzungen, Folgen & Praxis-Checkliste Die Aufhebung des Insolvenzverfahrens ist der juristische Moment, in dem das gerichtliche Insolvenzverfahren offiziell endet – also nicht nur „gefühlt“, sondern durch einen förmlichen Beschluss des Insolvenzgerichts. Für Schuldner, Geschäftsführer, Gläubiger, Banken, Vermieter und Vertragspartner ist das ein entscheidender Wendepunkt: Ab…
§ 94 InsO (Erhaltung einer Aufrechnungslage) 1. Kurzüberblick: Was regelt § 94 InsO? § 94 InsO ist die Grundnorm zur “Insolvenzfestigkeit” einer bereits bestehenden Aufrechnungslage. Vereinfacht gesagt: Wer bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens bereits zur Aufrechnung berechtigt ist, verliert dieses Recht durch das Insolvenzverfahren nicht. Damit schützt § 94 InsO eine Position, die der Gläubiger nicht…
§ 81 InsO (Insolvenzordnung) – Verfügungen des Schuldners nach Insolvenzeröffnung ultrakomplett erklärt Worum geht es in § 81 InsO? § 81 InsO regelt die Wirkung von Verfügungen, die der Schuldner nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über Gegenstände der Insolvenzmasse vornimmt. Kernaussage: Solche Verfügungen sind grundsätzlich unwirksam, weil ab Eröffnung nicht mehr der Schuldner, sondern der Insolvenzverwalter…
§ 51 InsO (Absonderungsrechte) Kurzdefinition: § 51 InsO beschreibt, welche Gläubiger im Insolvenzverfahren ein Recht auf „Absonderung“ haben – also ein vorrangiges Befriedigungsrecht aus bestimmten Sicherheiten (z. B. Pfandrechte, Sicherungsübereignung, Hypothek/Grundschuld, Verpfändung). Der Gegenstand bleibt zwar Teil der Insolvenzmasse, aber der Erlös wird (nach Kosten) bevorzugt an den Absonderungsberechtigten ausgekehrt. 1. Warum § 51 InsO…
§ 1 InsO – Zweck des Insolvenzverfahrens Gesetzestext § 1 InsO (Wortlaut) § 1 Zweck des Insolvenzverfahrens Das Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen, indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens getroffen wird. Inhaltsübersicht Einordnung von…
Insolvenzeröffnung – Leitfaden zum Insolvenzverfahren Was bedeutet Insolvenzeröffnung? Die Insolvenzeröffnung ist der zentrale rechtliche Wendepunkt im deutschen Insolvenzrecht. Mit ihr beginnt offiziell das Insolvenzverfahren vor dem Insolvenzgericht. Ab diesem Moment gelten weitreichende rechtliche Folgen für Schuldner, Gläubiger, Geschäftsführer, Gesellschafter, Arbeitnehmer und Vertragspartner. Während viele Betroffene den Insolvenzantrag als eigentlichen „Start“ wahrnehmen, ist die Eröffnung juristisch…
§ 143 InsO (Rechtsfolgen) § 143 InsO ist die „Kasse-klingelt“-Norm der Insolvenzanfechtung: Während §§ 129 ff. InsO klären, ob eine Rechtshandlung anfechtbar ist, regelt § 143 InsO, was dann passiert – nämlich die Rückgewähr zur Insolvenzmasse (oder Wertersatz) und die haftungs- und zinsrechtlichen Folgen. Gerade für Unternehmer, Geschäftsführer, Gesellschafter, Lieferanten, Banken und private Empfänger (z….
§ 13 InsO – Insolvenzantrag Voraussetzungen, Antragsberechtigte, Form, Fehler, Haftungsfallen & Praxisleitfaden Inhaltsverzeichnis Bedeutung und Funktion des § 13 InsO Gesetzestext § 13 InsO (amtliche Fassung) Zweck des Insolvenzantrags im System der InsO Wer ist antragsberechtigt? Eigenantrag vs. Fremdantrag Insolvenzantrag durch Schuldner Insolvenzantrag durch Gläubiger Anforderungen an einen zulässigen Insolvenzantrag Form des Insolvenzantrags Inhaltliche Mindestanforderungen…
SCHUFA & Restschuldbefreiung (RSB) Die Restschuldbefreiung ist für viele Betroffene der juristische Neustart nach einer Insolvenz. In der Praxis entscheidet aber oft nicht nur der Gerichtsbeschluss, sondern auch die Bonitätsrealität danach: Konto, Handyvertrag, Wohnung, Leasing, Lieferantenkredit – vieles hängt am SCHUFA-Score und an gespeicherten Negativmerkmalen. Dieser Wiki-Beitrag erklärt praxisnah und tiefgehend, was nach einer Restschuldbefreiung…