Betriebsnachfolge (Betriebsinhaberwechsel, Betriebsübergang) Definition: Was ist „Betriebsnachfolge“? Die Betriebsnachfolge bezeichnet den Übergang eines Betriebs oder eines Betriebsteils auf einen neuen Rechtsträger – entweder im Wege der Gesamtrechtsnachfolge (z. B. durch Erbschaft oder Verschmelzung) oder der Einzelrechtsnachfolge (z. B. durch Kauf eines Unternehmens im Rahmen eines Asset Deals). Im Zentrum steht dabei regelmäßig die arbeitsrechtliche Dimension:…
Führungslosigkeit (Gesellschaftsrecht) Führungslosigkeit ist ein rechtlicher Terminus technicus des deutschen Gesellschafts- und Insolvenzrechts. Der Begriff wurde durch das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) eingeführt und in mehreren Gesetzen normiert, um Gläubigerschutz zu stärken und Missbrauchsfälle bei führungslos gewordenen Gesellschaften zu verhindern. Er beschreibt den Zustand, in dem eine juristische…
Abwicklung (Gesellschaftsrecht & Steuerrecht) Definition: Was ist „Abwicklung“? Abwicklung bezeichnet im Gesellschaftsrecht den rechtlichen und wirtschaftlichen Prozess nach der Auflösung einer Gesellschaft, mit dem Ziel, die persönlichen und vermögensrechtlichen Bindungen der Gesellschafter zu lösen und die Vollbeendigung der Gesellschaft herbeizuführen. Rechtlich setzt die Abwicklung stets die Auflösung der Gesellschaft voraus. Wirtschaftlich bleibt die Gesellschaft jedoch…
Credit Default Swap (CDS) Definition: Was ist ein Credit Default Swap (CDS)? Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Finanzderivat aus der Gruppe der Kreditderivate, das der Absicherung gegen das Risiko eines Zahlungsausfalls (Default) eines Schuldners dient. Vereinfacht gesagt funktioniert ein CDS ähnlich wie eine Kreditausfallversicherung: Der Käufer des CDS zahlt eine Prämie, damit der…
Internationales Cash Management Definition: Was ist internationales Cash Management? Internationales Cash Management bezeichnet sämtliche Finanzentscheidungen, die die Allokation von Zahlungsmitteln sowie die Steuerung von Zahlungsströmen im internationalen Unternehmensverbund betreffen. Es ist ein zentraler Bestandteil des internationalen Finanzmanagements und dient dazu, die Liquidität multinationaler Unternehmen jederzeit sicherzustellen und gleichzeitig das übergeordnete Ziel der Rentabilitätsmaximierung zu verfolgen….
Geschäftsbücher Definition: Was sind „Geschäftsbücher“? Geschäftsbücher sind nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) die Handelsbücher eines Kaufmanns. Im kaufmännischen Sprachgebrauch werden sie schlicht als „Bücher“ bezeichnet. Gemeint sind sämtliche der Buchführung dienenden Unterlagen – in Form von gebundenen Büchern, geordnet abgelegten losen Blättern oder sonstigen Datenträgern – sofern sie den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen (§ 239…
Eheliches Güterrecht Definition: Was ist „eheliches Güterrecht“? Das eheliche Güterrecht regelt die vermögensrechtlichen Beziehungen der Ehegatten untereinander. Es bestimmt insbesondere, wem welches Vermögen gehört, wer darüber verfügen darf, wie Haftungsfragen zu behandeln sind und wie ein finanzieller Ausgleich bei Beendigung der Ehe – etwa durch Scheidung oder Tod – erfolgt. Ohne besondere Vereinbarung leben Ehegatten…
Moratorium Inhaltsverzeichnis Allgemein Historische Entwicklung und internationale Einordnung Rechtsnatur und Abgrenzungen Moratorien im Bank- und Börsenwesen Moratorium im Insolvenz- und Sanierungsrecht Staatsmoratorien und internationale Schuldenkrisen Wirtschaftliche Auswirkungen und makroökonomische Bedeutung Praxisbeispiele und Fallstudien Kritik, Risiken und Missbrauchsgefahren Zukunftsperspektiven im Kontext globaler Finanzmärkte FAQ 1. Allgemein Definition Ein Moratorium bezeichnet einen befristeten Zahlungsaufschub, der entweder auf…
Liquiditäts-Konsortialbank GmbH (Liko-Bank) Definition: Was ist die Liquiditäts-Konsortialbank GmbH? Die Liquiditäts-Konsortialbank GmbH (Liko-Bank) war ein 1974 gegründetes Spezialkreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie entstand am 25. September 1974 unter dem unmittelbaren Eindruck der Krise um die Herstatt-Bank. Gegründet wurde sie von der Deutsche Bundesbank, dem Bundesverband deutscher Banken, dem Deutscher Sparkassen- und Giroverband,…
Contingent Capital (Eventualkapital) Definition: Was ist „Contingent Capital“? Contingent Capital (deutsch: Eventualkapital oder bedingtes Kapital) ist ein Instrument des strategischen Kapitalmanagements zur Finanzierung von Risiken. Es ermöglicht einem Unternehmen – insbesondere Versicherungsunternehmen, Rückversicherern oder Banken –, nach Eintritt eines vorab definierten Ereignisses (z. B. eines Großschadens, einer Naturkatastrophe oder einer regulatorischen Eigenkapitalunterschreitung) Kapital zu vorab…